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Das ist bei der Angabe von Kenntnissen im Lebenslauf wichtig:
- Kenntnisse im Lebenslauf sind fast so wichtig wie der berufliche Werdegang, sie zeigen dein fachliches Wissen und dass du eine Stelle erfolgreich ausüben kannst.
- IT-Kenntnisse sollten immer im Lebenslauf angegeben werden, denn Technologie ist heutzutage sehr wichtig. Sprachkenntnisse kannst du anhand des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen bewerten.
- Persönliche Stärken sollten immer anhand eines Beispiels aufgeführt werden, da sie sich nicht so einfach nachweisen lassen.
- Auch andere Qualifikationen können als Kenntnisse zählen, zum Beispiel Kurse oder Zertifikate.
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Was sind Kenntnisse im Lebenslauf?
Der Abschnitt zu Kenntnissen bezieht sich auf fachspezifisches Wissen und Kompetenzen, die durch Ausbildung und Berufserfahrung gesammelt wurden. Sie zeigen, dass du einen Beruf erfolgreich ausüben kannst. Zu den typischen Kenntnissen gehören IT-Kenntnisse, Sprachkenntnisse und persönliche Stärken.
Dabei wird gerade der Abschnitt zu Skills im Lebenslauf fast genauso wichtig angesehen wie der berufliche Werdegang. Dabei solltest du genau wissen, welche verschiedenen Formen von Kenntnissen es gibt, damit du nichts Wichtiges vergisst.
Welche Bereiche für besondere Kenntnisse im Lebenslauf gibt es?
- IT- / EDV-Kenntnisse: Dazu zählt Wissen über Software und Hardware sowie Datenbanken und Programmiersprachen.
- Sprachkenntnisse: Deine Muttersprache und jegliche Fremdsprachen, die du gelernt hast.
- Fachliche Kenntnisse: Erlerntes Handwerk zum Beispiel durch deine Ausbildung.
- Persönliche Stärken: Charaktereigenschaften, die dich zu einem guten Mitarbeiter machen.
- Weitere Qualifikationen: Zertifikate, der Führerschein und Weiterbildungen können ebenfalls als Kenntnisse gelten.
Wenn du Kenntnisse richtig aufführst, dann kann dein professioneller Lebenslauf nicht nur richtig punkten, sondern auch einfach jede automatische Überprüfung bestehen.
Wie werden Fähigkeiten im Lebenslauf aufgeführt?
Der Abschnitt Kenntnisse steht im Lebenslauf-Aufbau direkt unter der Berufserfahrung und dem Bildungsweg. Sie werden stichpunktartig aufgezählt, mit einem Beispiel versehen und eingestuft. Wie bei allen Bewerbungsunterlagen gilt auch bei der Auswahl deiner Fähigkeiten im Lebenslauf: Achte darauf, dass deine Informationen zur ausgeschriebenen Stelle passen.
Denn deine exzellenten Programmierkünste nützen dir als Koch wenig, während sie bei einem IT-Unternehmen von unschätzbarem Wert sind. Und selbst in der gleichen Branche solltest du immer nach Aufgabe und Anforderung der Stelle auswählen.
Wähle die Kenntnisse also ganz bewusst aus und gehe dafür Schritt für Schritt vor.
1. Wie sammle ich relevante Fähigkeiten?
Um den Personaler davon zu überzeugen, dass genau du der beste Kandidat für die Stelle bist, solltest du so vorgehen:
- Achte darauf, was in der Stellenanzeige gefordert wird. Lies sie im Hinblick auf diese Kriterien durch und notiere deine Ergebnisse.
- Denke über deine Kenntnisse und Fähigkeiten nach und notiere auch diese.
- Suche Überschneidungen zwischen der Stellenanzeige und dem, was du schon mitbringst. Diese Fähigkeiten gehören in deinen Lebenslauf.
Achte darauf, dass wirklich alle übereinstimmenden Fähigkeiten auch den Begriffen aus der Stellenanzeige entsprechen. Mit AI im Lebenslauf und Bewerbungsprozess nutzen viele Unternehmen automatische Systeme, die gezielt genau nach diesen Stichwörtern suchen.
2. Wie werden im Lebenslauf Kenntnisse richtig aufgeführt?
Bei der Angabe der Kenntnisse im deutschen CV solltest du konkret werden. Schreibe nicht nur „Redaktionssysteme“, sondern werde spezifisch und füge etwa RedFact, InCopy usw. hinzu. Dabei solltest du immer eine richtige Einstufung nutzen. Dazu gibt es folgende Skala-Optionen:
- Grundkenntnisse, Gute Kenntnisse, Sehr gute Kenntnisse
- Anfänger, Grundkenntnisse, Fortgeschritten, Fortgeschrittene Kenntnisse, Experte
- Kenntnis, Anwendung mit Anleitung, Selbständige Anwendung, Fortgeschrittene Anwendung, Expertenniveau
- Keine Erfahrung, Erste Erfahrung, Weniger als 1 Jahr Erfahrung, 1-3 Jahre Erfahrung, 3-5 Jahre Erfahrung, mehr als 5 Jahre Erfahrung
Es ist nicht wichtig, welche Skala du wählst, solange du sie komplett nutzt und nicht vermischst. Der Personaler muss dich natürlich auch richtig einschätzen können. Ein Bewerbungsverfahren ist ein bisschen wie ein Date: Am Anfang lernen sich zwei Seiten erst kennen und entscheiden dann, ob die Reise weitergeht.
3. Welche Überschrift ist für Kenntnisse geeignet?
Zu guter Letzt: Wähle eine sinnvolle Bezeichnung für deine Skills. Das könnten etwa sein:
- Kenntnisse
- Kenntnisse und Fähigkeiten
- Qualifikationen und Kompetenzen
- Sprachkenntnisse im Lebenslauf
- Soft Skills
- EDV- oder IT-Kenntnisse
Schauen wir uns nun die beliebtesten Kenntnisse und Fähigkeiten im Lebenslauf an.
4. Wo werden Kenntnisse im Lebenslauf aufgeführt?
Obwohl die Fähigkeiten sehr wichtig sind, kommen sie im Kurzlebenslauf in der Regel erst an 5. Stelle, nach den persönlichen Daten, dem Kurzprofil, dem beruflichen Werdegang und der Ausbildung. Dabei werden sie im tabellarischen Lebenslauf als eigener Abschnitt dargestellt und in einzelne kleinere Abschnitte unterteilt.
Natürlich kannst du die Kenntnisse auch vorschieben, zum Beispiel wenn du Quereinsteiger bist und nicht deine Berufserfahrung, sondern deine Kompetenzen in den Mittelpunkt rücken möchtest. Über das Kurzprofil sollten sie aber nicht gesetzt werden, das ist optisch nicht ansprechend.
Im englischen CV werden alle Skills vermischt, aber bei uns sieht es ein bisschen aufgeräumter aus, nämlich so:
Fähigkeiten im Lebenslauf: Vorlage gesamt
Kenntnisse
Software:
- Moodle – sehr gute Kenntnisse
- MS Office – sehr gute Kenntnisse
- Webuntis – gute Kenntnisse
- iServ – gute Kenntnisse
Sprachen:
- Deutsch – Muttersprache
- Englisch – C1
Persönliche Stärken
- Empathie (Hohes Einfühlungsvermögen bezüglich individueller Entwicklungsphasen)
- Geduld (Ruhige Gesprächsführung in herausfordernden Situationen)
- Didaktisches Denken (Fähigkeit zur Aufbereitung komplexer Fachthemen in motivierende Lernschritte)
Schauen wir uns nun die beliebtesten Kenntnisse und Fähigkeiten im Lebenslauf an.
Wie wichtig sind IT/EDV-Kenntnisse im Lebenslauf?
Software- und Hardwarekenntnisse sind in unserer digitalen Arbeitswelt ein essenzieller Aspekt, der natürlich im Lebenslauf nicht fehlen darf. Es gibt eigentlich fast keinen Beruf, bei dem ein Wissen über Technik nicht zum Vorteil werden kann, dazu braucht man nicht unbedingt Informatik zu studieren.
Was ist der Unterschied zwischen IT und EDV? EDV steht für elektronische Datenverarbeitung, die die Verwaltung von Computersystemen bezeichnet. Das ist leider ein veralteter Begriff. Heutzutage nimmt man dafür eher das Wort „IT“, also „Informations-Technologie“, denn das beinhaltet die EDV sowieso.
Was ist der Unterschied zwischen IT und EDV? EDV steht für elektronische Datenverarbeitung, die die Verwaltung von Computersystemen bezeichnet. Das ist leider ein veralteter Begriff. Heutzutage nimmt man dafür eher das Wort “IT” also “Informations-Technologie”, denn das beinhaltet die EDV sowieso.
Gerade weil Programme so wichtig sind, solltest du dir für den Abschnitt genug Zeit nehmen und ihn angemessen darstellen. Sammle diese Art der Fähigkeiten für den Lebenslauf unter den Überschriften:
- IT-Kenntnisse
- IT-Skills
- PC-Kenntnisse
- EDV-Kenntnisse
Schön und gut, aber was genau sollst du jetzt angeben? Ziehe Inspiration aus dieser Liste (und bleibe ehrlich!):
Lebenslauf-Fähigkeiten: Beispiele für IT-Skills
- Social-Media-Kanäle (TikTok, Instagram, X/Twitter, Snapchat, Facebook, LinkedIn, Xing)
- Grafikbearbeitungsprogramme (Adobe Photoshop, Gimp)
- Textverarbeitung (Microsoft Word, Pages)
- Präsentation (Microsoft PowerPoint, Keynote)
- Programmiersprachen (HTML, Python, Java)
- Datenbankmanagement (Oracle)
- Content-Management-Systeme (WordPress, TYPO3)
- Tabellenkalkulationsprogramme (MS Excel, Numbers)
- Unternehmenssoftware (SAP, Enterprise O)
Liste deine Fähigkeiten entsprechend deinem Kenntnisstand vom höchsten bis zum niedrigsten Level auf. Das könnte dann etwa so aussehen:
Lebenslauf IT-Skills: Vorlage
IT-Kenntnisse
- SAP – sehr gute Kenntnisse
- Microsoft Excel – sehr gute Kenntnisse
- Microsoft Word – sehr gute Kenntnisse
- Projektmanagement-Tools (Asana, Trello) – gute Kenntnisse
Aber natürlich gehören auch Sprachen zu Hard Skills.
Wie werden Sprachen im Lebenslauf angegeben?
Sprachen sind in Zeiten von Globalisierung und multinationalen Konzernen eine Fähigkeit, die du unbedingt im modernen Lebenslauf hervorheben willst. Dabei zählst du sowohl deine Muttersprache als auch jede Sprache, die du sprichst. Gib auch diese anhand einer einheitlichen Skala an.
Natürlich solltest du dich auch bei Sprachen gut und ehrlich selbst einschätzen. Wenn dir das schon immer schwergefallen ist, dann hilft der Europäische Referenzrahmen für Sprachen.
Welche Abstufungen hat der Europäische Referenzrahmen für Sprachen?
Bei der Bewertung von Sprachkenntnissen hat sich mittlerweile der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) durchgesetzt. Er ordnet deine Kenntnisse folgendermaßen ein (aufsteigend):
- Grundkenntnisse (A1) – Du kannst vertraute Ausdrücke verwenden und einfache Sätze verstehen
- Erweiterte Grundkenntnisse (A2) – Du kannst häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen und dich in routinemäßigen Situationen verständigen
- Gute Sprachkenntnisse (B1) – Du kannst Hauptpunkte in alltäglichen Situationen verstehen und dich über vertraute Themen unterhalten
- Sehr gute / fließende Sprachkenntnisse (B2) – Du kannst Inhalte von komplexen Texten zu einem bekannten Thema verstehen und dich spontan fließend verständigen
- Verhandlungssichere Sprachkenntnisse (C1) – Du kannst ein großes Spektrum an komplexen Texten verstehen und die Sprache in Gesellschaft und Beruf ohne Probleme fließend nutzen
- (Fast) muttersprachliches Niveau (C2) – Du kannst das Meiste mühelos verstehen und lesen und dich flüssig, genau und spontan ausdrücken, auch bei komplexen Sachverhalten
Diese Lebenslauf-Skills kannst du ganz einfach so angeben:
Sprachen im Lebenslauf: Kenntnisse bewerten
Sprachen
- Deutsch – Muttersprache
- Englisch – verhandlungssicher
- Spanisch – Grundkenntnisse
Kenntnisse im Lebenslauf: Soft Skills
Soft Skills sind die persönlichen Fähigkeiten, die deinen Charakter ausmachen. Im Lebenslauf solltest du drei angeben, die du dann mit einem Anwendungsbeispiel erklärst. Unterschätze nicht die Bedeutung von deinen persönlichen, sozialen oder methodischen Kompetenzen. Sie können den entscheidenden Unterschied machen.
Schau in diese Liste, vielleicht findest du dich ja irgendwo wieder:
Welche persönlichen Kenntnisse gibt es im Lebenslauf? Beispiele
- Empathie und Einfühlungsvermögen
- Teamfähigkeit
- Analytisches Denken
- Interkulturelle Kompetenz
- Kommunikationsstärke und Offenheit
- Führungsstärke
- Konflikt- und Kritikfähigkeit
- Detailgenauigkeit
- Flexibilität
- Eigeninitiative
- Anpassungsfähigkeit
- Organisationstalent
- Zeitmanagement
- Kreativität
- Lern- und Einsatzbereitschaft
- Belastbarkeit und Stressresistenz
- (soziales) Engagement
Leider können dir deine Freunde kein Zertifikat für dein tolles Einfühlungsvermögen ausstellen. Deine Schule kann dir keinen Abschluss in Flexibilität geben. Soziale Fähigkeiten im Lebenslauf lassen sich nicht wirklich gut nachweisen. Dennoch solltest du auf Nachfrage hin fähig sein, deine Aussagen anhand eines Beispiels zu belegen.
Hier eine kurze Übersicht, um diesen Punkt ein bisschen zu verdeutlichen:
| Schwach | Besser | Noch besser |
| Teamfähigkeit | Teamfähigkeit (Zusammenarbeit mit Projektteam) | Teamfähigkeit (Abstimmung von Design, Entwicklung und Sprint-Zyklen mit Projektteam) |
Wo hast du die Fähigkeit also besonders genutzt? Schreibe es als Notiz dazu oder führe es im Anschreiben stärker aus. Hier eine Vorlage:
Persönliche Fähigkeiten im Lebenslauf: Soft Skills
Persönliche Stärken
- Teamfähigkeit (teaminterne und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit mit allen Abteilungen)
- Problemlösungskompetenz (Entwicklung und Umsetzung optimierter Prozesse)
- Sorgfalt (Kontrolle und Durchführungen von exakten Rechnungen)
Gibt es noch weitere Qualifikationen, die als Kenntnisse genannt werden können?
Ja, auch in den optionalen Abschnitten kannst du Punkte angeben, die zu Kenntnissen gezählt werden können. Dazu zählen zum Beispiel Kurse und Weiterbildungen, aber auch Zertifikate und sogar Interessen und Hobbys.
Gerade um Soft Skills zu erklären, sind Hobbys besonders geeignet. Wenn du sagst, du bist ein Teamplayer und dann als Interesse angibst, dass du in einem Verein Basketball spielst, dann ist deine persönliche Stärke schon viel greifbarer.
Gleichzeitig ist eine Angabe einer Weiterbildung zum Thema AI-Tools eine Unterstützung für deine Angabe, dich mit ChatGPT gut auszukennen. Das macht dich zu einem noch interessanteren Kandidaten.
Dazu gehört übrigens auch die Angabe des Führerscheins, wenn zum Beispiel deine Fähigkeit zu fahren vorausgesetzt wird. Hier ein Muster:
Skills im Lebenslauf: Vorlage für Qualifikationen
Zertifikate:
- Busführerschein Klasse D (2018)
- Ersthelfer-Qualifikation (Abschluss 2019 mit Auffrischung in 2024)
Denke daran, wirklich ehrlich zu sein, dich auf die wichtigsten Kenntnisse zu beschränken und nicht zu übertreiben. Auch deinen Lebenslauf mit zu vielen Fähigkeiten zu überladen, ist keine gute Idee. Bleibe präzise und relevant, schneide auf jede Stelle zu und bewerte einheitlich. Das ist der Schlüssel zum Erfolg deines Lebenslaufs!
Das ist alles, was du zu Kenntnissen im Lebenslauf wissen musst, also ran an die Arbeit! Danke fürs Lesen und viel Erfolg bei deiner nächsten Bewerbung!
