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So nutzt du deine Hobbys im Lebenslauf effektiv:
- Hobbys sind im Lebenslauf optional und bieten die Möglichkeit, Persönlichkeit zu zeigen.
- Statt allgemeiner Begriffe sollten 3-4 spezifische Aktivitäten mit konkreten Belegen, Rollen oder Zahlen genannt werden.
- Rein passive Freizeitbeschäftigungen, zu allgemeine Angaben sowie unpassende oder kontroverse Interessen ohne Mehrwert sollten weggelassen werden.
- Der Abschnitt gehört an das Ende des Lebenslaufs und muss kurz gehalten werden, damit wichtige Qualifikationen nicht verdrängt werden.
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Dürfen im Lebenslauf Hobbys angegeben werden?
Ja, Hobbys im Lebenslauf sind komplett freiwillig und sollten nur dann aufgenommen werden, wenn deine Interessen einen zusätzlichen Informationswert für die Bewerbung haben. Besonders bei Kandidaten mit wenig Berufserfahrung können sie entscheidend sein.
Besonders sinnvoll kann der Abschnitt zu Interessen im Lebenslauf sein, wenn du:
- noch nicht viel Berufserfahrung hast,
- dich auf einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum bewirbst,
- eine interessante ehrenamtliche Aktivität vorweisen kannst,
- durch dein Hobby relevante Erfahrungen sammelst
- oder mit deiner Aktivität einen Bezug zu deiner Wunschstelle herstellen kannst.
Wenn du bereits viele Wege in deinem beruflichen Werdegang gegangen bist, viele Zertifikate oder Ähnliches hast, dann ist es wirklich nicht nötig, Hobbys im CV auszuführen.
Und auch wenn du Platz hast, eignet sich nicht jedes Hobby dafür, im tabellarischen Lebenslauf genannt zu werden.
Überzeugen nur bestimmte Hobbys im Lebenslauf?
Ein überzeugendes Hobby ist nicht automatisch ein bestimmtes Hobby wie Fußball oder Schach. Entscheidend ist, welche konkrete Aktivität dahintersteht, welche Erfahrungen du dadurch gemacht hast und welchen Informationswert sie für deine Bewerbung hat.
Dass im Lebenslauf Interessen einen Mehrwert bieten können, weiß auch die EU, denn auf der Europass-Website werden gerade Hobbys zu bisherigen Erfahrungen und erworbenen Kompetenzen gezählt.
Um die besten Interessen im Lebenslauf auszuwählen, solltest du das beachten:
- Relevanz: Überfrachte deinen Lebenslauf nicht mit Hobbys, die irrelevant sind. Sie sind zwar ein Pluspunkt, sollten aber nicht der Fokus deines CV sein.
- Bezug zur Stelle und Position. Nenne jene Freizeitbeschäftigungen und Vorlieben, die einen Bezug zur Stelle und Tätigkeit haben.
- Bleibe ehrlich. Rückfragen zu deinen vielen interessanten Hobbys im Lebenslauf können immer kommen. Spar dir eine Blamage und nenne auch wirklich nur das, was stimmt.
- Lass es im Zweifel weg. Wenn du dir unsicher bist, ob dein Engagement im Schützenverein wirklich gut ankommt, dann lasse diese Freizeitbeschäftigung lieber raus.
Ok, alles zu theoretisch? Schauen wir uns an, welche guten Hobbys im Lebenslauf es im Allgemeinen gibt.
Sportarten
Sport ist nicht nur gut für deine Gesundheit, sondern auch für deine Karriere! Mannschaftssportarten zeugen von Teamfähigkeit, Fitness- und Ausdauertraining, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit.
Soziale Interessen
Du übst wie 37% der Bevölkerung ein Ehrenamt aus? Engagierst dich als Trainerin im Volleyballverein oder gibst Bastelkurse für Kinder aus benachteiligten Familien? Diese Aktivitäten sind nicht nur Quellen von Freude und Sinn. Sie kommen auch außerordentlich gut im Lebenslauf an. Unbedingt angeben.
Kreative Hobbys
Kreativität ist nicht nur im künstlerischen Bereich gefragt, sondern in den meisten Branchen von Vorteil: Sie kann zu neuen Problemlösungen und frischen Ideen beitragen und so ein echtes Plus werden. Menschen, die etwa gerne kochen oder ein Instrument spielen, sind nicht nur kreativ, sondern oft gesellig und offen für Neues.
Bildende Interessen
Wer gerne reist oder viele Sprachen lernt, besitzt wichtige interkulturelle Kompetenzen und kann sich einfacher im internationalen Umfeld bewegen. Unterschätze nicht die Wirkung solcher Hobbys in einer globalisierten Welt, die größeren Wert auf Eigenschaften wie Toleranz und Offenheit legt!
Hobbys / Interessen im Lebenslauf: Beispiele für gute Aktivitäten
- Yoga
- Handball
- Bloggen
- Sprachen lernen
- Tanzen
- Kochen
- Lesen
- Fotografieren
- Malen
- Basteln
- Fußball
- Gedichte schreiben
- Theater
- Reisen
- Vereinsarbeit
- Schach
Auch wenn viele Interessen gut ankommen könnten, gibt es leider auch Hobbys, die in den Lebenslauf nicht hineingehören.
Welche Hobbys solltest du im Lebenslauf weglassen?
Nicht das Hobby selbst ist „gut“ oder „schlecht“. Du solltest vor allem Aktivitäten weglassen, die für die Bewerbung keinen erkennbaren Mehrwert haben oder zu wenig konkrete Informationen liefern. Dazu gehören beispielsweise:
- sehr allgemeine Angaben wie „Sport“ oder „Lesen“,
- rein passive Freizeitbeschäftigungen ohne zusätzlichen Informationswert, wie Filme gucken oder Gaming,
- sehr private Interessen,
- Aktivitäten, die du nur aus taktischen Gründen erfindest,
- oder Hobbys, die bei einer konkreten Bewerbung einen nachvollziehbaren Konflikt darstellen können.
Auch bei kontroversen oder ungewöhnlichen Hobbys gibt es keine allgemeingültige Verbotsliste. Entscheidend ist der Kontext.
So gibst du Hobbys im Lebenslauf an
Wenn du Hobbys aufnimmst, solltest du sie nicht einfach als lange Liste aufführen.
Prüfe die Relevanz
Lies die Stellenanzeige und frage dich: Gibt es eine Aktivität, die für diese Bewerbung tatsächlich interessant ist? Das muss nicht bedeuten, dass dein Hobby exakt zur Berufsbezeichnung passt. Auch Verantwortung, regelmäßiges Engagement, Projekte oder besondere Leistungen können interessant sein.
2. Liste 3-4 relevante Hobbys auf
Das weißt du schon: deine Lebenslauf-Interessen und Hobbys sollten einen Bezug zur Stelle haben, also relevant sein. Vermeide irrelevante oder gar kontroverse Aktivitäten und konzentriere dich auf das Wesentliche.
3. Vermeide reine Oberbegriffe
Schreibe nicht einfach: „Fußball“, sondern eher: „Fußball – Jugendtrainer einer U13-Mannschaft seit 2022“.
Statt: “Bloggen“, lieber “Eigener Reiseblog – zwei Beiträge monatlich, Schwerpunkt nachhaltiges Reisen“.
4. Ergänze konkrete Belege, wenn vorhanden
Das können sein:
- Dauer,
- Häufigkeit,
- Verantwortung,
- Wettbewerbe,
- Veröffentlichungen,
- Auftritte,
- Vereinsfunktionen,
- eigene Projekte,
- oder messbare Ergebnisse.
Du musst aber nicht zwanghaft Zahlen einbauen. Eine konkrete Tätigkeit ist besser als eine künstliche Kennzahl.
5. Bleib bei den Hobbys im Lebenslauf ehrlich
Bleibe ehrlich! Nichts ist peinlicher als vollmundig interessante Hobbys im Lebenslauf zu deklarieren und später im Vorstellungsgespräch darüber ins Stottern zu geraten. Das ist nicht nur unangenehm, sondern macht dich auch unglaubwürdig.
Du möchtest wissen, wie das genau aussieht? Genau so:
Hobbys im Lebenslauf: Beispiel
Hobbys
- Yoga und Pilates (2x wöchentlich)
- Literatur zum Thema Pflege und Medizin
- Seit 2024 ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Caritas-Tagesstätte
Hobbys im Lebenslauf für Schüler und Berufseinsteiger
Gerade wenn dir noch die Berufserfahrung fehlt, dann können Hobbys, Vereinsaktivitäten, Ehrenämter und Projekte zusätzliche Informationen über deine Interessen bieten, aber auch Stärken und erfüllte Voraussetzungen begründen. Beschreibe dabei möglichst konkret, was du tatsächlich machst oder gemacht hast:
- “Mitglied im Fußballverein (seit 2022), regelmäßiges Mannschaftstraining und Teilnahme an Ligaspielen.”
- “Schülerzeitung (seit 2024), Verfassen und Überarbeiten von Artikeln sowie Abstimmung mit anderen Redaktionsmitgliedern.“
- “Programmieren (Entwicklung einer eigenen Website mit HTML, CSS und JavaScript als privates Lernprojekt.)”
- “Fotografieren” (Eigenständiges Fotografieren und Bearbeiten von Bildern sowie Gestaltung eines digitalen Portfolios.)”
Wo stehen Hobbys im Lebenslauf?
Hobbys stehen normalerweise in einem kurzen Abschnitt am Ende des Lebenslaufs – nach Berufserfahrung, Ausbildung und relevanten Kenntnissen. So ist der Lebenslauf-Aufbau:
- Persönliche Daten
- Kurzprofil
- Berufserfahrung
- Ausbildung
- Kenntnisse und Fähigkeiten
- Zertifikate oder Weiterbildungen
- Hobbys und Interessen
Die Rubrik sollte kurz bleiben und darf nicht die relevanten Qualifikationen verdrängen.
So rückst du also deine Hobbys im Lebenslauf in das richtige Licht und zeigst, was du drauf hast. Danke fürs Lesen und viel Erfolg bei der Bewerbung!

